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30.06.2022
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Dagda (Dagda)          

          Dagda ist eine kleine Stadt 36 km nordöstlich von Krāslava und liegt am Osthang der Hochebene von Latgale, am westlichen Ende des buchtenreichen Dagda-Sees. In Dagdas Zentrum er­hebt sich hoch über die Stadtbebauung die monumentale katho­lische St. Dreinigkeitskirche (drittes Viertel des 18. Jh.). Die Bau­arbeiten hat der Kastellan von Inflanty, Jan August Hülsen (1702-1762), finanziert. Seinem Grabmal ist in der Kirche ein Ehrenplatz zugewiesen. Die Errichtung des Gotteshauses ist auch mit dem damals in ganz Latgale populären Namen des Jesuiten Mihal Rota (? bis 1785), »lettischer Apostel« genannt, verbunden. Die Kirche gehört zu demselben einzigartigen Bau­typ der Kirchen Latgales wie die Kirche von Auleja. Die zentri­sche Kreuzplanung ist dominierend, gleichzeitig aber trägt sie Züge der Längsplanung. Der Bau besitzt eine respektable barok-ke Fassade mit zwei niedrigen Türmen zu beiden Seiten. Im In­terieur heben sich drei Steinaltäre mit Skulpturen von Heiligen im Rokoko-Sil hervor.
          Im 18. Jh. bildete das Zentrum des wirtschaftlichen und intellek­tuellen Lebens in Dagda das Gut der Familie von Hülsen. In dem von einem weitläufigen, sorgsam gepflegten Park umgebenen Gutshaus wurde das umfangreiche Familienarchiv aufbewahrt. Hieraus schöpfte der schon erwähnte Jan August Hülsen Infor­mationen für seine Untersuchungen zur Geschichte der Region. Sein l750 verfaßtes umfangreiches Werk »Inflanty« war die voll­ständigste Informationsquelle über Latgale und seine Bevölke­rung im 18. Jh. 1863 wurde während der polnischen Aufstände das Dagda-Gut niedergebrannt, und damit ging auch leider das wertvolle Archiv verloren.

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