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18.11.2018
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Jersika (Zargrad)

           Die Jersika-Burg und gleichnamige mittelalterliche Stadt, die am rechten Ufer der Daugava, etwa 50 km von Preiļi entfernt lagen, waren im 12.-13. Jh. das administrative und geistige Zentrum des Jersika-Staates der Lettgallen. Im 13. Jh. herrschte in Jersika Visvaldis (Visevalds), der in der »Chronicon Livoniae« von Henricus de Lettis als König (rex) benannt wird. Er zollte dem Fürsten von Polock Tribut und stand in verwandtschaftlichen Beziehungen mit den lettischen Herrschern, so war Visvaldis Gattin die Tochter des litauischen Adligen Dangerutas. Dies wurde als Vorwand für die Aggression des Bischofs Albert gegen Jersika benutzt. 1209 wurden das Jersika-Schloss und die Stadt vom Heer des Bischofs erobert, zerstört und ausgeplündert. Unter den Kriegern waren auch christianisierte Liven und Lettgallen. Die Familie von Visvaldis wurde gefangen genommen. Um seine Krieger zu befreien, war er gezwungen, sich zu ergeben und Vasall des Bischof Alberts zu werden.
           Die archäologischen Ausgrabungen im Jahre 1936 ergaben, dass die Fläche des Jersika-Burgbergs (100 x 75 m) mit einem Wall und einer hölzernen Schutzwand umgeben war. Es sei nur möglich gewesen, durch das streng bewachte Tor in die Stadt zu gelangen, und es habe außer Wohn- und Wirtschaftsgebäuden auch eine orthodoxe Kirche mit einer Glocke und Heiligenbildern gegeben.
           Die Ausgrabungen zeigen Reste der Blockbauten; ein Teil davon waren vermutlich Werkstätten der Handwerker. Es wurden sowohl Gegenstände lettgallischer Herkunft als auch Kreuzchen, Glasperlen und andere Erzeugnisse aus Russland gefunden (10. Jh. Beginn des 13. Jh.).

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