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23.04.2019
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Āraiši (Arrasch)

          Auf dem Gelände des Nationalparks von Gauja befindet sich südlich von Cēsis das Āraiši-Reservat. Durch ihre einzigartige historische Bedeutung hebt sich aus einer Siedlung der Lettgallen aus dem 9.-10. Jh. auf der Insel im Ārišu-See am meisten die Araišu-Seeburg heraus. Schon 1876 wurde die Burg von dem Grafen Karl Georg von Sievers entdeckt, doch nur die archäologischen Ausgrabungen der 60er und 70er Jahre ermöglichten es, dieses Objekt von osteuropäischem Rang eingehend zu erforschen und zu bewerten. In diesem Komplex wurden etwa 150 Wohn-, Wirtschafts- und Schutzbauten aufgedeckt und untersucht; darunter auch der gepflasterte Damm, der von der Burg zum Ufer führte. Während der Arbeit kam man auf neue, bisher unbekannte Bauverfahren, zum Beispiel auf die ungewöhnliche Deckenkonstruktionen. In den Bauresten und in der Kulturschicht fand man etwa 3700 Gegenstände. Es ist vorgesehen, die Seeburg und die Bebauung des 9.-10. Jh. vollständig wiederherzustellen.
          Unweit der Seeburg, auf einer Halbinsel des westlichen Ufers befindet sich die Ruine einer kastellähnlichen Ordensburg. Der Araišu-Berg existierte vom 14.-17. Jh. und erfüllte in der Zeit des Ordensstaates militärische und wirtschaftliche Funktionen.
           Bei einem Besuch des Reservats empfiehlt es sich, die lutherische Araišu-Kirche und das Pastorat zu besichtigen. Ihr heutiges Antlitz erhielt die Kirche 1791-1793, indem man einen älteren Sakralbau aus dem 13.-14. Jh. umbaute. Der Bau ist ein markantes Beispiel für die in der lutherischen Sakralarchitektur des 18. Jh. vorherrschenden Tendenz zu möglichst großen Gemeinderäumen (Hallen). Das Wohnhaus des Pastorats wurde 1783, die Wirtschaftsgebäude im 19. Jh. gebaut.
          Unter den zahlreichen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten des Reservats sind auch das Ensemble des Vāveru-Wirtshauses (an der linken Straßenseite Rīga-Pskow, 81 km von Riga), die Āraišu- Windmühle und das Wohnhaus des Müllers (Mitte des 19. Jh.) hervorzuheben.

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