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30.06.2022
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Straupe (Grooss-Roop)

          Straupe (ursprünglich Ropa) befindet sich 24 km von Cēsis entfernt an der Landstraße Rīga-Valmiera, am linken Ufer der Brasla. Im Altertum war dieser Ort von Liven und Lettgallen bewohnt. 1206 kam der Mönch Daniel hierher, um den christlichen Glauben zu verbreiten, und schon im ersten Viertel des 13. Jh. wurde Idumeja zum Besitz des Rigaer Bistums.
          Ende des 13. Jh. wurde die Lielstraupe-Burg gebaut. Eine der ersten Besitzer war Fabian von Rosen, ein Vasall des Rigaer Erzbischofs. In der Umgebung bildete sich bald die Hansestadt Straupe heraus. Zeuge aus alten Zeiten ist die senkrechte Baudominante - der massive Burgturm. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er südlich und westlich mit verschiedenen Zubauten, den »Palassen«, umgeben. Die Burg erlitt durch die Kriege, besonders während der polnischen und schwedischen Kämpfe und im Nordischen Krieg, wie auch durch Feuersbrünste, vor allem die im Jahr 1905, schwere Schäden. Sie wurde jedoch immer wiederhergestellt und ist bis heute in relativ gutem Zustand erhalten. Am vollständigsten wurde sie nach dem großen Feuersbrand zu Beginn des 20. Jh. unter Leitung des Architekten Wilhelm Bockslaff (1858-1945) rekonstruiert.
          Neben der Burg erhebt sich die monumentale Lielstraupe-Kirche (14. Jh.). Ursprünglich war sie eine dreischiffige Hallenkirche. Während des Umbaus 1726-1730 wurden die Pfeiler abgetragen, und es entstand ein Saalbau. Die Innenausstattung bereichern mehrere hervorragende Kunstwerke des Manierismus und Barocks: Grabsteine von Georg von Rosen (gestorben 1590) und Graf Karl Gustav von Löwenwolde (gestorben 1735), Orgelprospekte mit Porträts der Zwölf Apostel in den Füllungen (1739), die bemalte Kanzel (1739) wie auch bildnerische Vitragen, die 1941 nach Entwürfen des Künstlers Sigismund Vidberg (1890-1970) geschaffen wurden.
          Während des Aufenthalts in Straupe lohnt es sich, auch die nahe Mazstraupe-Burg (14. Jh., später bedeutend umgebaut) und Gebäude der Lielstraupe-Pferdepost (Ende des 18. Jh.)zu besichtigen.

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