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23.04.2019
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 Rīga/Riga

1. Spaziergang durch das historische Zentrum von Riga
2. Besuch des Brüder-Friedhofs
3. Besuch des Rainis-Friedhofs  
4. Besuch des Ethnografischen Freilichtmuseums Lettlands

          Die Hauptstadt der Lettischen Republik, das 800jährige Rīga (910 200 Ew., 1991), nimmt schon seit uralten Zeiten den wichtigsten Platz im baltischen Raum ein. Rīga ist das geopolitische, ökonomische und geistige Zentrum der ganzen Region. Es liegt an der breiten Wasserstraße der Daugava, auf halbem Weg » von den Wikingern zu den Griechen«. Wegen seiner geografischen Lage als Brücke zwischen Ost und West war Rīga immer wieder ein begehrtes Objekt für die mächtigeren Nachbarn. Aus diesem Grund musste Rīga sein Leben lang unzählige Kriege, Eingriffe und Belagerungen durchmachen. Und dennoch gelang es sämtlichen Generationen der Rīgaer im Laufe der Jahrhunderte nicht nur das umfangreiche Kulturerbe ihrer Stadt zu bewahren, sondern es auch zu pflegen. Noch heute wird die unwiederholbare, charmante Schönheit Rīgas gepriesen, weshalb man sie auch»eine Zier an der Brust der Daugava« zu nennen pflegt. Wie in vergangenen Zeiten zieht Rīga heute Touristen aus allen Ecken und Enden des Erdballs an.
          Rīga liegt an der Ostsee, am südlichen Ufer der Rīgaer Bucht, wo die Schifffahrtsrouten am weitesten in den Kontinent hineinführen und sich das etwa 1 000 km langen Flussbett der Daugava mit dem Meer vereint. Die Stadt breitet sich im mittleren Teil des sandigen Rīgaer Flachlandes (1-11 m NN) aus, und nur einzelne Dünenabschnitte in seiner Umgebung steigen bis zu 10-23 m über NN.

          Daten zur Stadtgeschichte Rīgas. Die Ursprünge Rīgas sind auf einer kleinen, später verschwundenen Halbinsel zu finden, die von drei Seiten von den Gewässern der Daugava und der Rīga (Rīdziņa) umspült wurden. Die aufgefundenen Altertimerbezeugen, dass diese Halbinsel schon im 10.-11. Jh. besiedelt war. Im 12. Jh. bildeten sich die Siedlungen etwa zwischen der jetzigen Mārstaļu- und Grēcinieku iela und am alten Hafen an den Ufern des sogenannten Rīgaer Sees (heute am Albertsplatz) heraus. Die Einwohner waren ethnisch gemischt, neben den Liven lebten dort in geringer Anzahl auch Semgaller, Lettgallen und Selen. Sie betrieben Fischfang, Landwirtschaft, Handwerk und Handel. Schon in der zweiten Hälfte des 12. Jh. wurde Rīga zum bevorzugten Handelsplatz, wo nicht nur die Ansässigen, sondern auch die Handelsleute aus Gotland, Russland und anderen Ländern Waren austauschten. In den 70er Jahren des 12. Jh. begannen auch die deutschen Händler Rīga zu besuchen. Um 1194 zog Bischof Bertold in dem sächsischen Heer mit in den Kreuzzug gegen die Liven. Er fiel, von der Hand des Liven Imauta getötet, in der Schlacht bei Rīga. Im Jahre 1198 wurde der Name Rigas bzw. »locus Rige« erstmals in der Chronik von Henricus de Lettis erwähnt.
          Als Gründungsjahr Rigas wird das Jahr 1201 angesehen. Damals begann Bischof Albert, an einem von der örtlichen Bevölkerung angewiesenen Ort die Siedlung für die deutschen Einwanderer einzurichten.

          12. und 13. Juli 1210: Rīga wird von den Kuren angegriffen, aber die neuerbaute Stadt wird nicht erobert.
          25. Juli 1211: Es wird der Grundstein zum jetzigen Rīgaer Dom gelegt, das heißt man beginnt mit der Bebauung der Vorstadt (suburbium), auch Neustadt genannt (nova civitate).
          Februar bis März 1215: Die Stadt Rīga wird von Feuerbränden verwüstet, darunter die erste Domkirche und die anliegenden Häuser. 1221-1226: Die Rigaer Bürger erkämpfen sich das Recht auf eine eigene Stadtverwaltung. Damit wird die Gleichberechtigung der Stadt, des Bischofs und des Schwertbrüderordens anerkannt. Es wird der Stadt Rīga das Recht von Gotland (Visby) verliehen.
          1237: Der Schwertbrüderorden wird in den Deutschen (Teutonen-) Orden inkorporiert.
          Erste Hälfte des 13. Jh.: Die Bebauung der Außenstadt setzt sich fort (man baut den Heiliggeist-Konvent, die St. Jacobkirche, die Domkirche, den Domkapitelshof, die zweite Bischofsburg und andere Gebäude). Die Bebauung wird durch einen Abschnitt mit einer Schutzmauer abgegrenzt, der von der Daugava bis zum Heiliggeist-Konvent und von dem Fluss Rīga bis zum jetzigen Pulverturm sowie auch geradeaus durch die Torņa iela entlangführt.
          8. September 1282: Die Stadt Rīga tritt nach dem Abschluss des Vertrages mit Lübeck und Visby dem Norddeutschen Kaufmanns- und Städtebund (Hanse) bei.
          1293: Es wird die erste Stadtbauordnung bestätigt.
          1297-1330: Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem Livonischen Orden und der Stadt Rīga enden mit dem Sieg des Ordens. Rīga wird zur Ordensstadt. Der Orden lässt die Rigaer anstelle der zerstörten Ordensburg eine neue Burg errichten.
          30er Jahre des 14. Jh.: Am neuen Marktplatz bildet sich das administrative und gesellschaftliche Zentrum der Stadt heraus-der Ratsplatz. Man baut das neue Rathaus und vermutlich auch das sogenannte Neue Haus bzw. das künftige Schwarzhäupterhaus.
          1481-1491: Die letzten bewaffneten Kampfe der Stadt Rīga mit dem Livonischen Orden finden statt. 1522: In Rīga beginnt die Reformationsbewegung. 1524: Die Kirchen der Stadt werden bei Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken geplündert und beschädigt.
          1537: Ein neues Befestigungssystem wird errichtet (Erdwälle bis 11 m Höhe und Wassergräben), und man beginnt mit den Bauarbeiten auf dem Gelände zwischen den Wällen.
          1561: Mit dem Zerfall der livländischen Konföderation erhält Rīga den Status einer Freistadt.
          7. April 1581-1621: Rīga untersteht dem König Polens. 1621-1710: Rīga kommt unter schwedische Herrschaft. Das Befestigungssystem Rīgas wird vervollständigt: Man baut sechs Bollwerke und vier Ravelins; die Außenwände der Wälle werden mit Steinen ummauert und Kasematten wie auch Pulverlagerräume errichtet; die Wassergräben wurden vertieft und erweitert.
          14. Juli 1710: Rīga wird vom russischen Heer besetzt, Russland einverleibt und zur Hauptstadt von Vidzeme erklärt. Rīga ist damit auch zur Residenzstadt des Generalgouverneurs von Vidzeme erhoben worden.
          Ende des 18. Jh. bis Anfang des 19. Jh.: In der Umgegend des Rigaer Schlosses beginnen intensive Bau- und Wiederherstellungsarbeiten. 1812: Während des Napoleonischen Krieges brennen die Rigaer Vorstädte ab.
          Zweite Hälfte des 19. Jh. und Anfang des 20. Jh.: Das Befestigungssystem wird abgetragen und das Vorstadtgelände bebaut.
          18. November 1918: Die souveräne Lettische Republik wird proklamiert und Rīga zur Hauptstadt erklärt.
          1918-1940: Der Justizpalast, das Gebäude des Finanzministeriums, mehrere Schulen, das zentrale Warenhaus, die Marktplatzpavillonsund viele andere Bauten werden errichtet; außerdem werden das Freiheitsdenkmal, das Memorialensemble des Bruderfriedhofs und das Ethnographische Museum (Freilichtmuseum) geschaffen.
          17. Juni 1940: Rīga wird von der sowjetischen Armee okkupiert.
          21. August 1991: Die Lettische Republik wird wiederhergestellt und Rīga als ihre Hauptstadt bestimmt.

Pastaiga pa Rīgas vēsturisko centru

1. Freiheitsdenkmal - 2. Stadtkanal - 3. Bastejkalns und Pulverturm - 4. Schutzmauer - 5. Wohnhäuser in der Meisteru iela - 6. Grosse Gilde - 7. Johannes-Gildenhaus - 8. Haus der "Muse"-Gesellschaft - 9. Siedlung deutscher Einwanderer - 10. St. Johannekirche - 11. St. Georgskirche - 12. St. Petrikirche - 13. Eke-Konventhaus - 14. „Johanneshof” - 15. Siedlung der Liven - 16. Speicherkomplexe - 17. Albertplatz - 18. Bebaung der Mārstaļu iela - 19. Platz der lettischen Schützen - 20. Rathausplatz -21. Mentzendorfhaus - 22. Rigaer Dom - 23. Domplatz - 24. St. Jakobkirche - 25. St. Maria-Magdalena kirche - 26. Die Häuser der "Drei Brüder" - 27. Livländisches Ritterhaus - 28. Speicher - 29. Rigaer Burg - 30. Burgplatz - 31. Zitadelle - 32. Nationaltheater - 33. Bebauung der Alberta iela - 34. Esplanade

 

 

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