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02.07.2022
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Mežotne (Mesothen)

          Mežotne ist eine alte, berühmte Ortschaft 10 km westlich von Bauska. Ihre Entstehung vollzog sich am linken Lielupe-Ufer, dort, wo die Landstraße Žemaitien-Mežotne-Rīga den Fluss überquerte und wo sich noch heute der Mežotne-Burgberg und der Berg Vīnakalns erheben. Schon Ende des 10. Jh. befand sich zwischen den beiden Bergen eine Ortschaft.
         
Der steile Mežotne-Burgberg ist der größte Berg im Osten Zemgales. Vom 9.-13. Jh. war er das Zentrum von Upmale, Der stark befestigte Burgberg wurde von hohen Wällen und Schutzgräben umgeben. Bei den Ausgrabungen in dem 30er und 40er Jahre entdeckte man hier 14 Bauten und machte 3 604 altertümliche Funde.
           Schriftliche Quellen berichten, dass 1220 die Mežotne-Burg von Kreuzfahrern belagert wurde. Beim Angriff gebrauchten sie damals in Lettland unbekannte Kriegstechniken, darunter die Stein- und Feuerschleudern. Während der Schlacht sei der untergrabene Burgwall niedergestürzt, und die Burgbewohner mussten die Festung, die die Kreuzfahrer ausplünderten und abbrannten, verlassen. Die Semgaller bauten sie jedoch später wieder auf und nutzten sie noch bis 1272 als einen der wichtigsten Stützpunkte in ihrem verzweifelten Kampf um ihre Unabhängigkeit.
         Inmitten eines schönen Landschaftsparks am gegenüberliegenden Lielupe-Ufer erhebt sich das Mežotne-Schloss. Nach dem Anschluss des Kurländischen Herzogtums an Russland schenkte Jekaterina II. das Gut, ein ehemaliger Besitz des Herzogs, der Gouvernante der Zarenkinder, Charlotte von Lieven. Sie begann mit umfangreichen Umgestaltungen. Das Projekt wurde vermutlich von dem Hofarchitekten Giacomo Quarenghi (1744-1817) entworfen, die Leitung der Bauarbeiten dem Baumeister Johann Georg Berlitz (1753-1837) anvertraut. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit war das Schloss - ein wahres architektonisches Meisterwerk in Mežotne. Am Exterieur des dreistöckigen Baus heben sich insbesondere der Haupteingang mit ionischer Säulenhalle und die Seitenrisalite hervor, deren Fensteröffnungen mit Palladio-Motiven verziert sind.
          Das Ergebnis enthielt Wirtschaftsräume, das obere Halbgeschoss Schlafräume, im Hauptgeschoss befinden sich um den Kuppelsaal - den sogenannten italienischen Saal - Repräsentations- und Wohnräume. Die Ausstattung des prächtigen Schlossinneren (dekorative Bemalungen und Stuckverzierungen) sind in den 70er Jahren erneuert worden.

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