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02.07.2022
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Rundāle (Ruhenthal)

          Das Rundāle-Schloss befindet sich 11 km westlich von Bauska. Es ist das hervorragendste Architekturdenkmal des Barocks und das bemerkenswerteste Beispiel für die dekorative Kunst des Rokokos in Lettland. Die Errichtung des Schlosses begann 1736, nachdem Graf Ernst Johann Biron, Favorit der Kaiserin von Russland, Anna Iwanowna, das Rundāle-Gut erworben hatte. Der berühmte Architekt Francesco Bartholomäus Rastrelli (1700-1771) arbeitete das Projekt des grandiosen Baus aus und leitete die Bauarbeiten. Als Graf Biron 1737 zum Herzog Kurlands ernannt worden war und in Jelgava mit dem Bau einer Residenzburg für ihn begonnen wurde, verloren die Arbeiten in Rundāle an Tempo. Nach dem Tod Anna Iwanownas 1740 fiel der Herzog in Ungnade, und die Bauarbeiten beider Schlösser wurde eingestellt. 23 Jahre später, nach seiner Begnadigung und Rückkehr mit Rastrelli, wurde der Bau fortgesetzt. Die Innenausstattung gestalteten die italienischen Maler Francesco Martini und Carlo Zucci, die dekorative Bildhauerei führte der aus Berlin herbeigerufene Bildhauermeister Johann Michael Graff aus. 1768 war die zweite Bauperiode vollendet.
          Nach dem Anschluss des Kurländischen Herzogtums an Russland wurde Graf Subow Schlossbesitzer. Später kam es in den Besitz der Familie der Grafen Schuwalow, der Rundāle bis 1920 gehörte. Sie ließ das Schloss verwahrlosen, und auch während der Zeit des unabhängigen Lettlands erhielt es keine Pflege mehr. Erst 1972 begann man mit der komplexen Restauration des Schlossensembles. Obwohl die Erneuerung des Schlosses nicht beendet ist, kann man behaupten, dass der stattliche Bau die Gäste schon fast in seinem alten Glanz empfängt.
          Das Schlossensemble besteht aus einem zentrisch axialen Außenhof mit symmetrisch angelegten Wirtschaftsgebäuden (Stall und Wagenschuppen) zu beiden Seiten. Das Schloss selbst mit seinem Innenhof und zuletzt der französisch-geometrisch strukturierte Park sowie ein Jagdpark hinter dem Schloss vollenden das Ensemble. Das Schloss ist eine Drei-Flügelanlage mit zwei Querkörpern an der Nordseite und einem Tor in der Mitte. Die prachtvollsten Repräsentationsräume - wie der goldene Saal, der weiße Saal, die große Galerie, das Rosenzimmer oder das Schlafzimmer des Herzogs - befinden sich im ersten Obergeschoss des Ost- und Südflügels des Schlosses. Im Westflügel lagen die Wohnräume der Herzogin. Der ungewöhnlichste Raum ist hier das Boudoir mit der Schlafnische der Herzogin in der Form einer riesigen Muschel.
          Heute ist das Schloss ein Museum. In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden sind verschiedene Expositionen und Ausstellungen der angewandten und bildenden Kunst untergebracht.

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